DIE WELT DES SPORTS
Kompetenz in Sachen Laufsport
VON DAVID BEINEKE
Begeisterter Läufer und Initiator der Aktion „City-Runner 2009“: Heinz Mölder, Vorstandsmitglied der Sparkasse Neuss.
Am Freitag ist es so weit. Für 20 Leserinnen und Leser der Neuß-Grevenboicher Zeitung beginnt die Aktion „City-Runner 2009“. Ab 16 Uhr treffen sich an der Korschenbroicher Waldsporthalle die Teilnehmer, ihre Trainer Petra Maak und Jochen Adomeit sowie Vertreter der Firmen und Institutionen, die die NGZ-Aktion überhaupt erst ermöglichen, zur Auftaktveranstaltung und erfahren, wie es bis zum 26. April weitergeht.
Dann steht nämlich die 21. Auflage des Korschenbroicher City-Laufs auf dem Programm, auf den sich die City-Runner mit Hilfe eines umfangreichen Betreuungsangebotes vorbereiten werden. In Form von Eingangsuntersuchungen, Leistungsdiagnostik, Trainingsplänen, Ernährungstipps und gemeinsamem Training mit Laufexperten kommen die Teilnehmer in den Genuss einer professionellen Vorbereitung. Vor dem Start der Aktion sprach die NGZ mit Initiator Heinz Mölder, Vorstandsmitglied der Sparkasse Neuss, über die City-Runner und seine eigene Laufleidenschaft.
Herr Mölder, wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Aktion wie die City-Runner anzustoßen?
Heinz Mölder Ganz ehrlich, inspiriert hat mich die Aktion Roadrunner, bei der NGZ-Leser versucht haben, sich mit Hilfe von Olympiasieger Dieter Baumann vom City-Lauf bis hin zum Sommernachtslauf zu verbessern. Als ich dann im Mai 2008 mit Marion Schröder von der AOK, City-Lauf-Chef Hans-Peter Walther und Michael Alban als Spartenleiter der Sparkassen-Betriebssportgruppe zusammensaß, entstand die Idee, unter anderem Namen einen Neustart zu versuchen.
Wie ging’s dann weiter?
Mölder In Petra Maak und Jochen Adomeit wurden herausragende und im Kreis bekannte Laufcoaches gewonnen. Über das Netzwerk des Kreissportbundes mit Dieter Welsink an der Spitze kamen die Medicoreha, Polar, der Olympiastützpunkt Rheinland und das Lukaskrankenhaus ins Boot. Die AOK, die Sparkasse Neuss und Asics brauchten nicht lange überzeugt zu werden, und auch Landrat Dieter Patt und Dezernent Jürgen Steinmetz gaben die Sponsorenzusage für den Rhein-Kreis Neuss. Persönlich freut mich am meisten, dass wir die geballte Kompetenz in Sachen Laufsport vor Ort vorfinden konnten. Das macht Hoffnung über 2009 hinaus.
Gibt es denn schon konkrete Pläne die Aktion fortzusetzen?
Mölder Ob es 2010 weitergeht, werden alle Sponsoren und die Citylauf GmbH im Mai besprechen. Von Dieter Patt kam der Vorschlag, mal eine koronare Herzsportgruppe an den Start zu bringen. Marion Schröder würde gerne mal eine Gruppe übergewichtiger Kinder oder Jugendliche für den Volkslauf begeistern. Potenziale und Ideen gibt es im Netzwerk City-Runner also schon genug.
Ihr Engagement hat doch sicher auch mit Ihrer Laufbegeisterung zu tun. Wie ist die entstanden?
Mölder Als ich 2002 meine Frau Bettina kennen lernte, war sie schon mal NRW-Meisterin beim Hamburg-Marathon geworden. Ein Jahr später hat sie mich dann auf Fünf- und Zehn-Kilometer-Strecken trainiert, später dann auch mit kurzen Tempoläufen. Als fast 50-Jähriger habe ich dann 2004 in Korschenbroich meinen ersten Wettkampf in der Sparkassen-Läufergruppe bestritten. Mit dem Ergebnis als 177. von 331 Teilnehmern war ich sehr zufrieden, die sehr gute Vorbereitung hatte sich also gelohnt.
Sie wissen also eine gute Vorbereitung zu schätzen. Wie genau sieht bei Ihnen der Trainingsalltag aus?
Mölder Von Frühjahr bis Herbst gehe ich drei Mal pro Woche zwischen sieben und zehn Kilometern laufen. Im Winter zwei Mal pro Woche fünf Kilometer auf dem Laufband und am Wochenende sieben Kilometer im Wald. Dazu 20 Minuten zwei Mal die Woche Krafttraining und anschließend ein oder zwei Saunagänge. Ganz wichtig ist für mich auch die jährliche Vorsorgeuntersuchung mit EKG.
Sie haben die Sparkassen-Läufergruppe erwähnt. Das Thema Gesundheit scheint im Unternehmen Sparkasse eine große Bedeutung zu haben.
Mölder Auf jeden Fall. Seit Jahren Fördern wir die Betriebssportgemeinschaft, die aktuell in den Sportarten Tennis, Fitness, Laufen, Squash, Fußball, Badminton und Tischtennis 192 Mitglieder hat. Zwei Mal gab es schon sogenannte Gesundheitstage mit Angeboten wie Sitz-Schulung, Ernährungsberatung und Ausdauertests. Darüber hinaus gab es noch einen Aktionstag „Rückenfit am Arbeitsplatz“. Zum ständigen Angebot gehört eine psychologische Beratung bei beruflichen und privaten Problemen, auf Wunsch gibt es Raucher-Entwöhnungskurse und jährliche Grippeschutzimpfungen.
Hört sich gut an. Da werden viele Arbeitnehmer sicher neidisch werden.
Mölder Es wäre zu wünschen, dass möglichst viele Unternehmen und Betriebe jetzt aktiv werden. Denn Prävention ist allemal günstiger als Erkrankung, Heilung und Rehabilitation.




