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Siegerehrung im Wettbewerb "Integration von Menschen mit Behinderung durch Sport"

DIE WELT DES SPORTS

Siegerehrung im Wettbewerb "Integration von Menschen mit Behinderung durch Sport"

Petrauschke: "Ein Stück mehr Normalität schaffen im Umgang miteinander"




Rhein-Kreis Neuss. Sportvereine, Schulen, Initiativen und Organisationen, die im Bereich Behindertensport arbeiten oder arbeiten wollen, waren angesprochen beim Wettbewerb "Integration von Menschen mit Behinderung durch Sport". Unter der Überschrift "Sport für alle" hatte der Rhein-Kreis Neuss im Sommer 2008 den mit Preisen von insgesamt 10 000 Euro dotierten Wettbewerb gestartet. Nachdem die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Kreissportausschusses, des Kreissportbundes und der Kreisverwaltung, die Wettbewerbsbeiträge bewertet hat, fand jetzt auf Schloss Dyck die feierliche Auszeichnung der Preisträger statt.

"Gegenüber Menschen mit Behinderung gibt es in unserer Gesellschaft häufig immer noch Unsicherheiten. Weit verbreitet ist auch, bei Behinderung an Defizite zu denken. Gefragt werden sollte jedoch mehr danach, was getan werden kann, damit Menschen mit Behinderung besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben können", betonte Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke in seinem Grußwort an die Gäste aus Sport, Politik, Verwaltung und Verbänden, darunter Kreistagsabgeordnete und Vertreter aus den Städten und Gemeinden.

Eine wichtige Rolle spiele bei der Möglichkeit zur aktiven Teilhabe der Sport, so Petrauschke, der dazu ausführte: "Sport stellt soziale Kontakte her. Denn ein gemeinsames Hobby, ein gemeinsames Ziel – das schafft schnell eine Verbindung zwischen den Menschen – ob mit oder ohne Behinderung. Und das ist das zentrale Anliegen unseres Wettbewerbs: ein Stück mehr Normalität zu schaffen im Ungang miteinander."

Auch Dieter Welsink, Jurymitglied sowie Vorsitzender des Kreissportausschusses und des Sportbundes Rhein-Kreis Neuss, stellte heraus: "Ziel des Projektes, das der Sportausschuss des Rhein-Kreises Neuss im letzten Jahr einstimmig auf den Weg gebracht hat, war und ist es, Bewegung, Spiel und Sport als Plattform zu nutzen, Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung abzubauen, Toleranz zu fördern und Integration voranzutreiben." Die Erfahrungen zeigten, sagte Welsink, dass Menschen mit und ohne Behinderung vor allem durch gemeinsamen Sport schnell einen offenen und ebenbürtigen Zugang zueinander fänden und diesen auch pflegen könnten: "Sport ist auch für Menschen mit Handicap ein Weg zu Aktivität und Lebensfreude."

So sollen über den Wettbewerb neue Projekte und Aktionen, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung durch Sport fördern, initiiert und bereits bestehende Projekte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die von Kreissportdezernent Jürgen Steinmetz vorgestellten Preisträger sind der RSV Grimmlinghausen im SC ´36 e.V. mit dem Beitrag "Reit- und Voltigiertherapie für Kinder und Jugendliche mit Handicap" auf Platz 1 (3 500 Euro) und die Gemeinnützigen Werkstätten Neuss GmbH mit dem Beitrag "Patenschaft zwischen Schule und Behinderteneinrichtung" auf Platz 2 (2 500 Euro).

Außerdem gab es vier 3. Plätze (jeweils 1 000 Euro): die DJK Rheinkraft Neuss 1914 e.V. mit dem Beitrag "Integration von Gehörlosen in einem Sportverein", der Neusser Tennisclub Stadtwald e.V. mit dem Beitrag "Integration von Menschen mit geistiger Behinderung in einem Tennisclub", die Realschule Neuss-Holzheim mit dem Beitrag "Integrative Skifreizeit" und der TC Grün-Weiß Neuss 1963 e.V. mit dem Beitrag "Integration von jungen Menschen mit geistiger Behinderung in einem Tennisclub".

Damit sind alle sechs Wettbewerbsbeiträge ausgezeichnet worden.

Hier geht es zum Film über die Preisträger

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