Direkt zum Inhalt
Macht Sport
Logo: Kreissportbund Neuss e.V.

Nur der Meister war zu stark

DIE WELT DES SPORTS

Nur der Meister war zu stark

VON VOLKER KOCH -

Zwei Mal in Folge war Samet Dülger Deutscher Meister in der Klasse bis 60 Kilogramm. Von den nationalen Titelkämpfen, die am Wochenende in Freiburg ausgetragen wurden, brachte der Freistilspezialist des KSK Konkordia Neuss nur die Silbermedaille mit nach Hause.

Doch enttäuscht war der 21-Jährige darüber keineswegs. Schließlich musste er auf Geheiß der Bundestrainer Jörg Helmdach und Alexander Leipold diesmal eine Gewichtsklasse höher antreten - und sich da nur dem Titelverteidiger Felix Menzel vom Deutschen Mannschafts-Vizemeister 1. Luckenwalder SC geschlagen geben.

Und auch das nur ganz knapp: Im Finale setzte sich Menzel mit 1:0 und 3:1 durch. Bis dahin war der Neusser, vor einer Woche noch von den NGZ-Lesern auf Rang drei der „Sportlerwahl des Jahres“ gewählt, souverän durch das Turnier marschiert.

Im Halbfinale hatte er sogar einen Schultersieg über Tobias Ketterer vom Meisterschafts-Ausrichter RKG Freiburg gefeiert, davon Kai Vögtlin (WKG Weitenau-Wieslet) mit 4:0, 1:0, Rüdiger Kabus (TuS Jena) mit 6:0, 4:0 und Philipp Grosse (TSV Benniugen) mit 1:1, 4:2 bezwungen.

„Samet hat ja schon in der Bundesliga gezeigt, dass er auch in der Klasse bis 66 Kilogramm zur nationalen Spitze gehört. Das hat er jetzt bestätigt“, zeigte sich KSK-Präsident Hermann J. Kahlenberg ausgesprochen zufrieden mit der Ausbeute bei den Freistil-Titelkämpfen.

Das durfte er auch sein, schließlich belegten die Neusser in der Vereinswertung den dritten Platz und mussten dabei nur dem 1. Luckenwalder SC und der RWG Mömbris-Königshofen den Vortritt lassen. Das hatten sie außer Samet Dülger vor allem Patrick Loes zu verdanken. Der 22-Jährige, der bei seinen Bundesliga-Einsätzen einen eher unglücklichen Eindruck hinterlassen hatte, kämpfte sich in Freiburg bis auf den Bronzerang in der Klasse bis 84 Kilogramm vor.

„Das war eine positive Überraschung“, meinte denn auch KSK-Trainer Ayhan Aytemiz. Im Halbfinale musste sich Loes nur knapp mit 1:2, 0:1 gegen Peter Weisenberger (RWG Mömbris-Königshofen) geschlagen geben, der seinerseits im Finale gegen Titelverteidiger David Bichinashvili (VfK Schifferstadt) den Kürzeren zog. Im Viertelfinale hatte sich der Neusser mit 1:0, 2:1 gegen Igor Maier (RKG Freiburg) durchgesetzt.

Aufsteigende Tendenz gegenüber der Bundesliga-Saison zeigte Mimoun Touba (55 kg), dessen 0:4, 0:7-Niederlage gegen den späteren Deutschen Meister Tim Schleicher (Nürnberg) eine bessere Platzierung als Rang acht verhinderte. Ebenfalls auf den Titelverteidiger und späteren Titelträger Andrij Shyyka (KSV Köllerbach), gegen den er auf Schulter verlor, traf Rouzbeh Khoshbin, der damit Rang elf in der Klasse bis 74 Kilogramm belegte.

 

 

SPORTSUCHE







Zeig die rote karte