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Trotz allem gut verkauft

DIE WELT DES SPORTS

Trotz allem gut verkauft

VON VOLKER KOCH  Handball-Bundesligist TSV Dormagen kassierte am Mittwoch Abend beim VfL Gummersbach die erwartete Niederlage. Doch beim 26:32 zog sich der ersatzgeschwächte Aufsteiger besser als erwartet aus der Affäre.

 

 

 

Während Michiel Lochtenbergh am Mittwoch Abend ein „Totalausfall“ (Trainer Kai Wandschneider) war, steuerten Robert Gunnarsson und Drago Vukovic (v.l.) zusammen zwölf Tore zum Sieg des VfL Gummersbach gegen Dormagen bei. Archivfoto: H. JazykFast wäre es noch einmal eng geworden am Mittwoch Abend beim Gastspiel des TSV Dormagen in der Eigen-Haas-Halle. 13 Minuten vor Schluss verkürzte nämlich Christoph Schindler gegen einen zu diesem Zeitpunkt reichlich konfusen VfL Gummersbach auf 21:25.

Wer weiß, was passiert wäre, hätte das insgesamt unsichere Schiedsrichtergespann Robert Schulze und Tobias Tönnies (Magdeburg) dem besten Dormagener Torschützen nicht im Gegenzug eine umstrittene Zeitstrafe verpasst?

So nutzten die Gastgeber vor der enttäuschenden Kulisse von nur 1615 Zuschauern, darunter mehr als 100 Fans aus Dormagen, die numerischer Überzahl, um ihr Spiel wieder zu sortieren.

Robert Gunnarson erhöhte für den VfL auf 26:21 und auf der anderen Seite zog dann Nador Fazekas, der ungarische Teufelskerl im Tor der Oberbergischen, den Dormagenern endgültig den Zahn. Erst wehrte er einen Wurf von Ingo Meckes ab, anschließend zeigte er eine Weltklasse-Parade gegen Kentin Mahé, der eigentlich alles richtig gemacht hatte, aber letztlich an der Fußspitze des Ungarn scheiterte.

Und weil aller schlechten Dinge drei sind, setzte Szabolcs Laurencz den nachfolgenden Dormagener Angriff neben das Gummersbacher Gehäuse. Da nützte es auch nichts, dass Christoph Schindler, mit acht Treffern erfolgreichster Torschütze des gesamten gestrigen Abends, noch einmal auf 22:26 verkürzte (51.) - wer so viele freie Tormöglichkeiten vergibt, hat am Ende keine Siegchance.

So zogen die Gummersbacher dann wieder auf einen Sieben-Tore-Vorsprung davon und brachten am Ende den 32:26-Heimsieg relativ locker unter Dach und Fach. Schade für die Dormagener, denn sie hätten zumindest eine noch knappere Niederlage verdient gehabt.

In Person von Kentin Mahé saß am Mittwoch Abend nur ein erstligatauglicher Auswechselspieler auf der Bank und das sollte sich am Ende rächen. Denn weil der bislang so zuverlässige Michiel Lochtenbergh einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, musste Trainer Kai Wandschneider in der Schlussphase sogar Ingo Meckes auf die Linksaußenposition stellen - und der bewies einmal mehr, dass die Erste Liga mindestens eine Nummer zu groß für ihn ist.

Wandschneider nahm die Niederlage jedoch nicht allzu tragisch: „Wir haben das Beste aus unseren beschränkten Möglichkeiten gemacht. Wir wir allerdings am Samstag das dritte Spiel dieser englischen Woche überstehen sollen, weiß ich nicht.“

Da ist der TSV Dormagen beim TBV Lemgo zu Gast und muss zusätzlich zu allen verletzungsbedingten Ausfällen auch noch auf Kentin Mahé verzichten, der zu gleichen Zeit mit der A-Jugend im Halbfinale um die Westdeutsche Meisterschaft steht.

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