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Laufend durch den Winter

DIE WELT DES SPORTS

Laufend durch den Winter

VON VOLKER KOCH -Auch wenn es schwerfällt – trotz Schnee und Minusgraden brauchen Läufer und Walker nicht auf ihr Training zu verzichten. Die NGZ fragte bei Laufexpertin Petra Maak nach, wie man am besten durch den Winter kommt.

Mit ihrem Sieg beim Neujahrslauf in Ratingen hat Petra Maak ihre dreißigste Saison als Langstrecklerin eingeläutet. Doch wenn die 45-Jährige momentan aus dem Fenster schaut, fällt es selbst ihr schwer, sich zum Training zu motivieren: "Klar muss man sich manchmal überwinden." Doch ausfallen lassen, sagt die Diplom-Sportlehrerin, sollte man das Training nicht all zu oft, "um so schwerer fällt es dann, den Wiedereinstieg zu schaffen."

Für alle, die trotz Schnee und Minusgraden nicht auf Laufen, Walking oder Nordic Walking verzichten möchten, hat die ehemalige Deutsche Marathonmeisterin ein paar Praxistipps parat.

Auf geräumten Wegen laufen
Laufen Sie möglichst auf geräumten Wegen, zum Beispiel Fahrradwegen. Das Laufen auf Schneeboden ist kräftezehrend, belastet Knochen und Muskulatur stärker als auf Asphalt- oder Waldwegen. Geht draußen gar nichts mehr, ist ein Laufband eine Alternative – "für mich aber wirklich nur im äußersten Notfall", sagt Petra Maak.

Nach Zwiebelprinzip anziehen
Die richtige Ausrüstung ist im Wintertraining noch wichtiger als sonst. "Ich ziehe mich immer nach dem Zwiebelprinzip an", verrät Maak. Will heißen: Mehrere Schichten Kleidung übereinander ziehen. Hat der Körper dann die richtige "Betriebstemperatur" erreicht, kann man die obere Schicht ausziehen und irgendwo verstauen. Zieht man sich nämlich zu dick an, erhöht das die Schweißproduktion, was wiederum zu Unterkühlung führt. Auf jeden Fall, rät die Expertin, sollte man eine Mütze tragen, "bei Temperaturen unter Null auch Handschuhe oder einen Pullover mit so langen Ärmeln, dass sie bis zu den Fingern reichen." Vor allem, wenn eisiger Wind bläst, sollten Gesicht und Hände mit einer fetthaltigen Creme eingerieben werden.

Profilierte Schuhe tragen
Kann das Training nur auf Schnee ablaufen, "unbedingt profilierte Schuhe tragen", rät Petra Maak. Wenn möglich, tagsüber trainieren, weil man im Dunkeln leicht in Schneelöcher tritt oder auf glatten Stellen wegrutscht. Insgesamt etwas langsamer laufen als sonst, "vor allem in Kurven, wo die Rutschgefahr hoch ist."

Sofort warm duschen
Nach dem Training, so die Marathonläuferin, "nasse Sachen sofort ausziehen und warm duschen oder ein heißes Bad nehmen." Für den Stoffwechsel sei im Winter hin und wieder ein Saunabesuch zu empfehlen: "Das verwöhnt die strapazierte Muskulatur."

Petra Maak ist mit diesen Tipps seit dreißig Jahren verletzungsfrei durch den Winter gekommen. Nächster Start der Unverwüstlichen: die Nordrhein-Crossmeisterschaften am 24. Januar in Straberg.

 

 

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