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BW Neuss vergibt Sieg in Krefeld

DIE WELT DES SPORTS

BW Neuss vergibt Sieg in Krefeld

VON DAVID BEINEKE 11.07.2010 - (NGZ) Obwohl als haushoher Favorit zum HTC BW Krefeld gereist, verpasste der TC BW Neuss in der Tennis-Bundesliga am dritten Spieltag seinen zweiten Saisonsieg. Bei einer wahren Hitzeschlacht reichte es gegen aufopferungsvoll kämpfende Hausherren nur zu einem 3:3.

 So sehr sich der Österreicher Andreas Haider-Maurer auch mühte, gegen den Niederländer Dennis van Scheppingen fand er gestern in Krefeld nicht richtig ins Spiel. Ein Punkt, der BW Neuss am Ende fehlte. Foto: Thomas LammerzKrefeld Mit einem Sieg beim HTC BW Krefeld hätte der TC BW Neuss seinen Ambitionen auf einen Platz im Vorderfeld der Tennis-Bundesliga unterstreichen können. Doch daraus wurde für die klar favorisierten Quirinusstädter am Sonntag nichts. Obwohl in der Weltrangliste auf allen Positionen deutlich besser platziert, reichte es gegen die vor der Saison als Abstiegskandidat eingestuften Hausherren unter dem Strich nur zu einem 3:3-Unentschieden.

"Wir haben hier ganz klar einen Punkt liegenlassen", sprach denn auch der Neusser Teammanager Marc Raffel nach der Partie Klartext. Als Hauptgrund für die unerwünschte Punkteteilung hatte er ausgemacht, dass der Schweizer Neuzugang Marco Chiudinelli (ATP 63) bei seinem Debüt für den TC BW völlig leer ausging. Weder in seinem Einzel gegen den Argentinier Diego Junqueira (ATP 182) noch im Doppel an der Seite des Italieners Paolo Lorenzi, der am Sonntag auch zum ersten Mal für Neuss auflief, konnte er für Zählbares sorgen. "Wobei man ihm keinen Vorwurf machen kann. Er hat eine super Einstellung und ist ein toller Teamplayer", betonte Raffel. Zunächst hatte es auch so ausgesehen, als sollte der Schweizer seine Mannschaft im Spitzeneinzel mit der erhofften 3:1-Führung in die Doppel bringen. Denn den ersten Satz gegen Junqueira hatte er mit seinem schnörkellosen Grundlinienspiel und vielen guten Stopps glatt und ohne größere Mühe gewonnen. Doch je länger die Partie bei der großen Hitze dauerte, desto besser fand Junqeira als klassischer Sandplatzwühler zu seiner Linie. Im gleichen Maße wie der kleine Südamerikaner immer sicherer wurde, baute Chiudinelli ab. Die meisten langen Ballwechsel verlor er. Im Champions-Tiebreak hielt er bis 7:7 mit, musste dann aber Junqueira auf 10:7 ziehen lassen.

Allerdings muss sich auch der Österreicher Andreas Haider-Maurer (ATP 257) heftige Vorwürfe machen, der an Position vier den Vorzug vor Julian Reister erhielt, weil der Deutsche bis Samstag noch in Oberstaufen aktiv war. Gegen den 35 Jahre alten Niederländer Dennis van Scheppingen, der schon gar nicht mehr auf der Profitour unterwegs ist, fand der 23-Jährige nur selten ein Mittel und konnte fast nur reagieren. Satz zwei erkämpfte er sich zwar mit 6:2, doch im Champions-Tiebreak besiegelte ein Doppelfehler das 7:10. Nur gut für die Gäste, dass der Italiener Paolo Lorenzi (ATP 120) bei seinem Debüt für Neuss keine Anlaufschwierigkeiten hatte und seinen Landsmann Alberto Brizzi (ATP 284) klar beherrschte. Tobias Kamke (ATP 102) vergab zwar gegen den Franzosen Nicolas Devilder (ATP 675) im zweiten Satz eine 1:4-Führung, doch im Champions-Tiebreak spielte er seine größeren Möglichkeiten wieder aus und siegte sicher 10:4. Im Doppel durfte Reister dann wieder an der Seite von Kamke ran und die beiden hatten gegen Devilder/van Scheppingen keine Mühe, wenigstens den Punkt zum Unentschieden einzufahren.

 

 

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