Direkt zum Inhalt
Macht Sport
Logo: Kreissportbund Neuss e.V.

Verletzungen trüben die Stimmung

DIE WELT DES SPORTS

Verletzungen trüben die Stimmung

Handball (NGZO) Trotz neuem Namen scheint sich nicht viel geändert zu haben beim DHC Rheinland: Wie in der vergangenen Saison plagen Kai Wandschneider in der Vorbereitung auf die neue arge Verletzungssorgen. Trotzdem ist der Trainer mit dem bisherigen Verlauf nicht unzufrieden.

Einen Tag nach dem ersten Sieg der Vereinsgeschichte hat Handball-Bundesligist Dormagener HC Rheinland einen herben Rückschlag erlitten: Im zweiten Turnierspiel um den Sparkassen-Cup gab es eine 29:30-Niederlage (Halbzeit 15:16) gegen den Süd-Zweitligisten HSC Coburg. Dabei konnten die Dormagener zwar erstmals ihren serbischen Neueinkauf Marko Krsmancic einsetzen, dessen Spielberechtigung nach vielen Telefonaten eine Stunde vor dem Anpfiff eintraf.

Dafür mussten sie aber auf den grippekranken Torhüter Jens Vortmann, den am Wurfarm verletzten Linkshänder Kristian Nippes, den mit Frankreich bei der Junioren-EM weilenden Kentin Mahé und den Rekonvaleszenten Tobias Plaz verzichten, nach der Pause blieb dann auch der Isländer Sigurbergur Sveinsson wegen Schulterproblemen auf der Bank.

Erfolgreichster Werfer und zugleich bester Spieler war der erneut auf der Mittelposition eingesetzte Max Holst, der zehn Mal traf, aber auch zwei Siebenmeter vergab. Die restlichen Tore erzielten Marko Krsmancic (5), Arni Thor Sigtryggson (4), Maciej Dmytruszynski (5/5), Daniel Wernig (3), Michiel Lochtenbergh (2/1) und Sigurbergur Sveinsson (1). Am späten gestrigen Abend stand dann noch das dritte Turnierspiel gegen den Liga-Rivalen TuS N-Lübbecke auf dem Programm (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Vor dem Anpfiff gegen den Favoriten, der sich zuvor mit 41:25 gegen Coburg und 27:21 gegen den Bergischen HC durchgesetzt hatte, sprach die NGZ mit DHC-Trainer Kai Wandschneider.

Herr Wandschneider, liest man die Spielberichte, überkommt einen eine Art Déjà-vu-Erlebnis. Geht es Ihnen ähnlich?

Kai Wandschneider Es stimmt, die bisherige Vorbereitung wurde von Verletzungen, Krankheiten und sonstigen Ausfällen bestimmt. Insofern erinnert einen das schon an die vergangene Saison, die ja auch noch nicht allzu lange zurückliegt. Aber zum Glück sind die Blessuren alle im muskulären Bereich und wohl auf den Übergang von der reinen Kraft- und Konditionsarbeit auf das handballspezifische Training zurück zu führen. Trotzdem ist es ärgerlich, denn ich hätte das zweite Spiel gegen Coburg natürlich auch gerne gewonnen. Wobei schon der voraufgegangene Sieg über den Bergischen HC für mich eine Überraschung darstellte.

Warum das?

Wandschneider Weil der BHC im Gegensatz zu uns über eine eingespielte Truppe verfügt und auch schon zwei Wochen länger im Training ist. Coburg übrigens auch, was man deutlich gemerkt hat.

Woran?

Wandschneider Uns fehlt noch die Abstimmung, uns fehlen die einstudierten Spielzüge. Eigentlich kein Wunder, schließlich haben wir einen fast komplett neuen Rückraum. Da sind ja nur Kristian Nippes und Kentin Mahé übrig geblieben – und ausgerechnet die beiden waren gegen Coburg nicht dabei. Es war bezeichnend, dass Max Holst, als Notlösung in die Mitte nllt, mit Abstand unser bester Mann war – er kennt halt die Konzepte, die wir spielen, die anderen nicht.

Klingt noch nach einer Menge Arbeit.

Wandschneider Das auf jeden Fall. Hinzu kommen die Verständigungsprobleme, die aber klar sind, wenn die Hälfte der Rückraumspieler noch kein Deutsch spricht. Daraus werden dann schnell Verständnisprobleme, und die sind Gift für unser Spielsystem.

Lässt sich das bis zum Saisonstart beheben?

Wandschneider Ich bin optimistisch, dass wir das hinkriegen. Die Jungs ziehen alle gut mit, die Neuen, vor allem Marko Krsmancic, haben viel Potenzial. Und wir können ja auch die ersten Meisterschaftsspiele zum Einspielen nutzen, denn gegen Kiel, Berlin und Flensburg hätten wir auch in optimaler Verfassung keine Chance.

Volker Koch führte das Gespräch.

SPORTSUCHE







Zeig die rote karte