DIE WELT DES SPORTS
Das Neukirchener Hallenbad ist gerettet
VON CARSTEN SOMMERFELD - Die Finanzierung des Neukirchener Bades ist gesichert. Die Politik stimmte zu, dass der TV Jahn Kapellen schnellstmöglich den Zuschuss von 25.000 Euro erhält. Auch in den nächsten beiden Jahren soll es Hilfe geben.
Freude beim TV Jahn Kapellen: Das Neukirchener Hallenbad ist gerettet, die Finanzierung gesichert. "Wir sind erleichtert, am Bad hängt eine Menge Herzblut", sagte Vereinspräsident Winfrid Schmitt. Der Blick geht nun nach vorn, neue Aktionen werden bereits geplant.
Ein Treffen mit Vertretern der Fraktionen, der Verwaltung und des Vereins beendete die Zitterpartie um die Zukunft des Schwimmbades, das der TV vor Jahren von der Stadt übernommen hatte. „Die Vertreter der Fraktionen haben einstimmig zugestimmt, dass der Zuschuss für das Bad in Höhe von 25.000 Euro an den Verein schnellstmöglich ausbezahlt wird. Und sie haben die Absicht erklärt, dass die Stadt dem Verein auch in den nächsten beiden Jahren hilft – in ähnlicher Größenordnung“, sagte Bürgermeisterin Ursula Kwasny am Donnerstag: „Alle anwesenden Politiker haben betont, dass das Bad erhalten werden soll.“
Am Tisch saßen Vertreter aller Fraktionen mit Ausnahme der Grünen – die wegen eines Staus verhindert waren. Ein Vorbehalt für den Zuschuss: Laut Kämmerin Monika Stirken-Hohman und Bürgermeisterin muss der Kreis zustimmen. „Ich bin dabei sehr zuversichtlich“, so Kwasny.
TV-Geschäftsführer Klaus Calvis war zufrieden. „Die Entscheidung gibt uns Planungssicherheit.“ Dem Verein machen die Energiekosten erheblich zu schaffen. „Die Kosten fürs Gas haben sich in fünf Jahren in etwa verdoppelt“, so Calvis. Im Haushalt 2010 der Stadt waren zwar 25.000 Euro Zuschuss eingeplant, doch von der Politik und Verwaltung gab es Nachfragen, die Bitte an den Verein, die Finanzsituation genauer zu dokumentieren. Etliche Besprechungen folgten. Schmitt erklärte , dass der TV das Bad Ende September schließen müsse, wenn der Verein die 25.000 Euro nicht erhalte.
Enorme Unterstützung gab’s aus der Bevölkerung. Hunderte Unterschriften wurden gesammelt. Beim Heißen Draht der NGZ war das Votum eindeutig: Das Bad muss erhalten bleiben. „Nun hat der Verein Sicherheit, wir können das Bad bis 2012 weiterbetreiben“, erklärte Winfried Schmitt, der betonte: „Das Schwimmbad wird auch weiter nicht ohne Zuschüsse auskommen – wie andere Bäder auch.“
Wie geht es weiter? „Wir werden uns bemühen, in der Abteilung für Fitness und Schwimmen mehr Mitglieder zu werben“, so Schmitt. Aufgrund der Unsicherheit seien einige abgesprungen. Zudem sind neue Aktionen für Familien, Kinder und Jugendliche geplant: „Wir planen beispielsweise Kinderfeste im Bad, eine Disco für Neun- bis 13-Jährige. Zudem wollen wir für Erwachsene ein Kombi-Angebot für Schwimmen und Fitness anbieten.“




