DIE WELT DES SPORTS
Olympia-Teilnehmer Nicolas Limbach: Sparkassen-Sportstiftung unterstützt „im elementaren Bereich“
Es gab und gibt sehr viele Diskussionen um den Austragungsort der Spiele und die politischen Ereignisse in China. Haben Sie in der Mannschaft über diese Dinge gesprochen? Belasten Sie die Umstände, oder ist die Freude auf Olympia ungetrübt?
Limbach: Natürlich tauschen wir Athleten uns über dieses Problem aus. Letztlich sind wir uns einig: Alle wollen wir an den Spielen teilnehmen, sind jedoch mit der Situation in Tibet nicht einverstanden. Persönlich habe ich das Gefühl, dass man als Sportler eine sehr schwache Position hat und zwischen den Stühlen sitzt. Zum einen sind die Spiele unser Highlight, für das wir uns vier Jahre vorbereiten. Für das Erreichen dieses Ziels erhalten wir ja auch finanzielle Unterstützung, zum Beispiel von der Stiftung Sport der Sparkasse Neuss und des Rhein-Kreises Neuss. Auf der anderen Seite fühlt es sich nicht richtig an, ein Fest der Freude in einem Land zu feiern, das den Menschenrechten nur wenig Bedeutung zumisst. Trotzdem bietet die Vergabe der Spiele nach China den Tibetern eine Plattform, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
Sie erhalten Unterstützung von der Stiftung Sport der Sparkasse Neuss und des Rhein-Kreises Neuss, was bedeutet diese Förderung für Sie, und inwieweit hat sie Einfluss auf Ihre sportliche Karriere?
Limbach: Die Basis für meinen sportlichen Erfolg bietet mir mein Verein, der TSV Bayer Dormagen. Darüber hinaus engagiert sich die Sportstiftung NRW insbesondere in der Trainerfinanzierung und im sportwissenschaftlichen Bereich. Die Unterstützung der Stiftung Sport der Sparkasse Neuss und des Rhein-Kreises Neuss greift in einem anderen elementaren Bereich. Sie ermöglicht mir wichtige Maßnahmen für mein fechterisches Weiterkommen, die mir nicht über den Verband oder den Verein erstattet werden. Die Anzahl dieser Maßnahmen erhöht sich laufend und ist fundamental wichtig für meine sportliche Karriere.
Wie ist die Stiftung auf Sie aufmerksam geworden?
Limbach: Die Stiftung Sport der Sparkasse Neuss und des Rhein-Kreises Neuss fördert durch ein Projekt insbesondere die Nachwuchsarbeit am Standort Dormagen in der Sportart Fechten. Zu dem Kreis, dem diese Basisförderung zugute kam, gehörte auch ich. Daher war ich den „Eingeweihten“ der Sportstiftung sehr wahrscheinlich schon als Jugendlicher bekannt. Mit dem Titel als Junioren-Weltmeister im Einzel und in der Mannschaft und der Eingruppierung in den B-Kader begann auch die individuelle Förderung.
Welchen Stellenwert hat Ihrer Meinung nach das Sportsponsoring der Sparkassen für den Breiten- und Spitzensport?
Limbach: Der Stellenwert ist für beide Bereiche enorm. Ohne die Basis Breitensport kann es keinen Spitzensport geben. Deshalb ist klar, dass beide Bereiche Unterstützung benötigen. Für mich als Spitzensportler wäre ohne diese Förderung ein ähnlich erfolgreiches Arbeiten im Leistungssport kaum möglich. Darum bin ich dankbar, auf meinem Weg zu den Olympischen Spielen einen so starken Partner an meiner Seite zu haben.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Wettkampf bei den Olympischen Spielen in Peking.
aus: Jahresbericht 2007 des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes





